Nationale Codelisten registrieren

Nationale Codelisten können via eMail an roland.grillmayer@umweltbundesamt.at übermittelt werden. Die Übermittlung kann in einem beliebigen Format (CSV, Ecxel,…) erfolgen. Für die übermittelte Codelisten sind die Spalten „Code“, „Lable“ und „Description“ vorzusehen.

Mehrwert von nationalen Codelisten

Viele INSPIRE Datenmodelle ermöglichen es ein Geodatenobjekten mit dem jeweiligen nationalen oder länderspezifischen Fachnomenklatur zu Klassifizieren. Beispiele sind die Nationalen Schutzgebietskategorien oder länderspezifischen Flächenwidmungskategorien (z.B. Flächenwidmungskategorien Kärnten). Wenn das jeweilige Datenthema und zugehörige Datenmodell eine derartige Zuweisung ermöglicht, wird empfohlen von diesem Gebrauch zu machen. Dadurch wird eine breitere und auch nationale Nutzung der INSPIRE Datensätze und Dienste sichergestellt. So können zum Beispiel dann auch INSPIRE Viewing Services mit den jeweiligen landesspezifischen Klassifikationssystemen etabliert werden.

Publikationsworkflow des Austrian INSPIRE Registry

Das Austrian INSPIRE Registry stellt Codelisten und kontrollierte Vokabulare als Linked Open Data bereit. Der Veröffentlichungsprozess gewährleistet, dass neue oder aktualisierte Codelisten sowohl fachlich als auch technisch geprüft und anschließend konsistent in die Betriebsumgebung übernommen werden.

Der Prozess beginnt mit einer Änderungsanforderung eines Datenbereitstellers. Nach einer fachlichen Prüfung werden die Inhalte im Terminologie-Management-System PoolParty modelliert und gemäß den Anforderungen des SKOS-Standards aufbereitet. Anschließend erfolgt die technische Nachbearbeitung und Qualitätssicherung in Visual Studio Code, wobei RDF-Daten validiert, versioniert und zu einem konsolidierten Datensatz zusammengeführt werden.

Die freigegebenen Datensätze werden als versionierte RDF-Dateien veröffentlicht und über GitHub bereitgestellt. Parallel dazu werden die Daten in den Apache Jena Fuseki Triple Store geladen und stehen unmittelbar über SPARQL-Schnittstellen sowie verschiedene Download-Formate (z. B. RDF, JSON-LD, CSV und TSV) zur Verfügung.

Ein Release-Management-Prozess stellt sicher, dass Änderungen nachvollziehbar versioniert werden. Nach der Veröffentlichung werden sowohl die Produktionsumgebung des Frontends als auch die produktiven Fuseki-Datenbanken aktualisiert und synchronisiert.

Veröffentlicht am 02.11.2021, LFRZ

Kontakt

Roland Grillmayer

Umweltbundesamt Wien GmbH
Drorygasse 1/1 1030 Wien Webseite